Imkerei Pilz Tipps vom Imker

 

               

 

Tipps direkt vom Imker Ludwig Pilz

 

Beobachtung ist ein wichtiges Instrument. Der Imker / die Imkerin muss mit offenen Augen durch die Natur gehen. Er / sie muss wissen, was blüht wo!

 

Jeder Eingriff ins Volk muss überlegt sein. Der Imker / die Imkerin muss sich die Frage stellen: „Warum mache ich diesen Handgriff bei den Bienen?“

 

Die 40 Tageregel hat immer noch ihre Bedeutung!

 

Die persönliche Betriebsweise muss an die Grundlebensweise der Biene angepasst sein.

 

 

Aus der Praxis

 

Drahtschutz: Der Draht liegt etwas versenkt unter dem Rähmchenholz und kann bei der Entfernung von Wachsüberbau nicht beschädigt werden.

 

Trachtende: Wenn die Tracht vorbei ist, wird abgeerntet. Offene Honigwaben werden starken Völkern zur weiteren Verdeckelung zugehängt.

 

Varroabekämpfung: Wenn die Haupttracht vorbei ist, soll die Erntearbeit abgeschlossen werden, um rechtzeitig mit der Varroabekämpfung beginnen zu können. Je früher damit begonnen wird, desto stärkere Wintervölker können aufgebaut werden.

 

 

Schwarmverhinderung

 

Frühzeitig wird mit der Königinnenzucht begonnen, um bereits schlupfreife Zellen zu haben, wenn die Schwarmstimmung einsetzt. Manchmal ist dieses Vorhaben wegen der Wetterrückschläge etwas schwierig. Zeigt ein Volk Schwarmstimmung, wird die ältere Königin in die dritte Zarge über Duftgitter mitsamt der offenen Brut gesperrt. Alle angesetzten Weiselzellen werden vorher entfernt. In den unteren Zargen verbleiben alle verdeckelten Brutwaben. Dazu kommt eine schlüpfreife Weiselzelle. Die ältere Königin ist eine gute Bienenlieferantin und bleibt, bis die junge Königin in Eilage ist. Wertvolle Altköniginnen werden danach in einen Ableger überstellt. Die jungen Königinnen überstehen den neuerlichen Frühling in der Alpenroseblüte problemlos und schwärmen nicht mehr so leicht.

 

 

Beuten

 

Früher machte Herr Pilz selber alle Beuten (Zanger Magazin) aus Holz. Inzwischen werden reparaturbedürftige Zargen ausgeschieden und durch Styroporbeuten polnischer Herkunft ersetzt. Diese Beuten haben im Vergleich zu den bekannten Styroporbeuten betriebliche Vorteile. Die Wandungen sind härter geschäumt und lassen sich stärker beanspruchen. Herr Pilz sieht in der Entwicklung der Bienenvölker im Frühjahr sehr wohl einen großen Unterschied zu den Vergleichsvölkern in Holzbeuten. Die Völker in den Styroporbeuten sind durch die Isolierung in der Auswinterung begünstigt. Diese Gegebenheit verlangt auch eine Umstellung der bisher praktizierten Betriebsweise und eine Anpassung an die veränderte Situation. Die Völker sind schneller erweiterbar. Der Überschuss an Bienen im Herbst motiviert zum Erstellen von Kehrschwärmen. Gefüttert kann in einer bis zu 11 Liter fassenden Futterwanne oberhalb der letzten Zarge werden, ohne dabei mit Bienen in Kontakt zu kommen. Die Erfahrungen mit Maisstärke sind sehr zufriedenstellend. Mitentscheidend ist dabei auch der Preisunterschied, der eine Entlastung der Investitionskosten in der Imkerei bringt.

 

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